Lyriks, poetische Gedanken
Die Definition des unaussprechlichen
Wenn die Seele sich zersetzt, in alle Richtungen verfliegt und zerrissen sich selbst neu erfinden muss, wie sehr wurde sie verletzt? Gepeinigt und getrieben, immer auf der Suche nach sich selbst, unfähig andere zu lieben, wo wird sie Halt finden? Ist es der schnelle Rausch, der geistreiche Genuss, die Suche nach Erlösung, der Erfüllung und dem Erkennen von sich selbst, unerreichbar scheint das Ziel, ein Kampf ohne Ende, bis zum Schluss.
by RL.
Wahrheit,
ist nicht der Blick in den Spiegel. Nicht die Berührung einer Maske, auserkoren dem Monster ein Gesicht zu verleihen. Die Wahrheit liegt im Herzen und in den Fenstern zur Seele. Öffne sie weit, deine Augen, und erkenne dich darin. Hier und jetzt zu fühlen wer du bist, warst und sein wirst. Der Weg zu dir selbst ist der weiteste und so schwer zu erkennen. Hast du dich verirrt? Habe ich mich verirrt? Vertraue nicht auf die Menschlichkeit, sie existiert nicht. Baue auf dich selbst, so wirst du Antworten finden. Höre nicht auf die Stimmen der Ignoranten, der ewig gefangenen Seelen von schwarz und weiss. Die Wahrheit kennt alle Farben, gleich dem Regenbogen am Horizont. Wie monströs ist er doch in all seiner Farbenpracht.
by RL.
Kuss einer Träne
Der Blick gesenkt und leer, die Schmach so gross. Die Scham bedeckt für alle Ewigkeiten. Sehnsucht brennt im Herzen wie ein ewiges Licht. Langsam rinnt eine Träne über mein Gesicht. Sie bahnt sich den Weg zu meinen Lippen um kurz zu verharren. Zärtlich ist ihr Kuss zum Abschied, sie fällt, während meine Augen noch immer in die Leere starren.
by RL.
Einsamkeit,
du Schwester der Melancholie. Warum quälst du so und verlässt mich nie? Hälst mich umklammert in deiner Gier, nimmst die Luft zum Atmen mir. In meiner Brust zwei Herzen schlagen, ich niemals einsam bin, willst Das du damit sagen? Bist kalt und blind in deiner Ignoranz. Erbarmungslos verfolgst du mich an allen Tagen, dich zu bekämpfen werde ich wagen. Mag gering sein des Erfolges Glanz, doch nicht für immer bin ich dein, ich finde die Liebe und von dir bleibt nur ein Schatten auf meiner Seele. Welch ein Sieg, nun höre ich dich klagen.
by RL.
Die Absurdität des Seins
Wer sind wir, wohin gehen wir? Woraus besteht der Sinn unseres Daseins? Wir bauen ein Haus, pflanzen einen Baum und zeugen einen Sohn? Soll das schon alles sein? In den Ohren vieler tönt dies wie purer Spott und Hohn. Das haltlose Streben nach Mammon und Erfolg treibt uns voran. Neuer, besser, mehr und größer muss es sein. Doch was bleibt am Ende? Ist nicht für jeden von uns der Tod der letzte Lohn?
by RL.
Wenn du trotz Rast getrieben von Rastlosigkeit und gehetzt von Schatten, als deine einzigen Begleiter, den Blick in dein innerstes lenkst, dich fragst worin der Sinn von allem besteht, ist es zu spät, dann hast du dein Leben schon verschenkt. Die Schlinge um die Brust dein Atmen erschwert, die Seele sich vor Schmerzen krümmt, die Frage nach dem Warum immer widerkehrt, sich abwendet von dem was Mensch unter Leben versteht, die helfende Hand nicht fähig zu erkennen, ein Gefühl der Ohnmacht dich überkommt wie die Flut erfüllt das Watt, wirst du es erkennen, des Lebens so satt.
by RL.